Allgemeine Tipps für Ihr Arztgespräch

Fragen Sie nach:

  • Fragen Sie den Arzt nach Ihren Laborwerten und aktuellen Befunden.
  • Lassen Sie sich alle Werte, Befunde etc. erklären.
  • Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstehen.

Notieren Sie wichtige Punkte:

  • Notieren Sie während des Arztgesprächs wichtige Punkte. So können Sie ggf. auch noch mal nachfragen.
  • Schreiben Sie sich Ihre Fragen, die Sie dem Arzt stellen wollen, vorher auf einen Zettel und nehmen Sie diesen zum Gespräch mit. So vergessen Sie nichts.

Unterstützung mitnehmen:

  • Suchen Sie sich eine Person Ihres Vertrauens, die Sie während der Therapie unterstützen kann.
  • Wenn Sie möchten, nehmen Sie diese Person zu wichtigen Arztgesprächen mit. Das kann helfen, keine Fragen zu vergessen oder auch zu Hause nochmal über den Arzttermin sprechen zu können.

Häufige Fragen

Ich kenne meinen Genotyp nicht. Was jetzt?

Die Behandlung der chronischen Hepatitis C ist Genotyp-basiert. Das heißt, die sechs Virus-Genotypen (jeder Virustyp) werden unterschiedlich behandelt: Mit anderen Wirkstoffkombinationen oder für unterschiedliche Zeitdauer.

Wenn Sie wissen wollen, welche Behandlung für Sie persönlich in Frage kommt, fragen Sie Ihren Arzt nach Ihrem Genotyp. Möglicherweise finden Sie den Genotyp auch in Patientenunterlagen, die Sie erhalten haben.

Warum ist es wichtig, ob ich vorbehandelt bin?

Grundsätzlich gilt: Patienten, die bereits eine erfolglose Therapie gegen chronische Hepatitis C gemacht haben, können erneut behandelt werden. Allerdings muss die Vorbehandlung bei der Therapieauswahl entsprechend berücksichtigt werden (siehe unten).

Wenn Sie angeben, dass Sie vorbehandelt sind, werden im Ergebnis zusätzliche Informationen eingeblendet (z.B. Heilungschancen für vorbehandelte Patienten).

Für die Auswahl einer geeigneten Behandlung sind bei vorbehandelten Patienten verschiedene Punkte zu berücksichtigen:

1. Die „alte“ Therapie hat nicht angeschlagen. Die Medikamente konnten das Virus nicht eliminieren:

a) Non-Response oder Null-Response: Die Medikamente konnten das Virus von Beginn der Therapie an nicht genügend unterdrücken (Non-Response) oder überhaupt nicht unterdrücken (Null-Response). Wahrscheinlich wurde die Therapie deshalb vorzeitig abgebrochen.

b) Relapse (Rückfall): Während der Therapie konnten die Medikamente das Virus unterdrücken. Nach Therapie-Ende ist das Virus „zurückgekommen“. Sie hatten einen Rückfall.

2. Sie haben die Therapie nicht vertragen und mussten aufgrund von Nebenwirkungen die Behandlung abbrechen.

Patienten mit Relapse (Rückfall) haben mit den neuen Wirkstoffen mit die besten Chancen auf Heilung. Bei diesen Patienten hat das Virus bereits auf Interferon und Ribavirin angesprochen. Durch die Zugabe einer dritten Substanz kann das Virus eliminiert werden.

Wenn Sie eine Therapie aufgrund von (Interferon- oder Ribavirin-)Nebenwirkungen abbrechen mussten, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ab wann eine Therapie für Sie verfügbar ist, die ohne Interferon oder Ribavirin auskommt.

 

Warum ist es wichtig, ob ich eine Zirrhose habe?

Eine Leberzirrhose kann eine Einschränkung für die Therapie sein. Die meisten Therapien sind für Patienten mit Zirrhose zugelassen, aber nur, wenn es sich um eine anfängliche, kompensierte Zirrhose handelt. Das heißt, wenn die Leberfunktion nicht beeinträchtig ist. Wenn Sie angeben, dass Sie eine Zirrhose haben, werden im Ergebnis zusätzliche Informationen eingeblendet (z.B. Heilungs-Chancen für zirrhotische Patienten).

Die aktuellen Hepatitis-C-Substanzen sind derzeit nicht für Patienten mit fortgeschrittener Zirrhose (dekompensierte Zirrhose) zugelassen, die eigentlich sehr dringend eine Behandlung benötigen würden. Inwieweit sich dies in den kommenden Jahren durch neu zugelassene Substanzen ändert, muss abgewartet werden.

Wie aussagekräftig ist das angezeigte Ergebnis?

Sie erhalten als Ergebnis der Therapieübersicht die aktuell in Deutschland zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassenen Kombinationstherapien. Es werden Ihnen alle Therapien angezeigt, die für den von Ihnen angegebenen Genotyp zugelassen sind.

Diese Übersicht kann allerdings nur einen groben Anhaltspunkt bieten, welche Behandlung grundsätzlich für Sie in Frage kommen könnte. Es handelt sich um eine Vereinfachung und keinesfalls um eine Therapie-Empfehlung.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Therapie für Sie persönlich in Frage kommt. Weitere Faktoren, die wir hier nicht abfragen können, müssen berücksichtig werden. Zum Beispiel Ihr Gesundheitsstatus (weitere Erkrankungen), Unverträglichkeiten, weitere Virus-Subtypen oder Ähnliches.